Sonntag, 29. April 2012

Tulpen in der Vase pflegen

Tulpen sollte man, wenn man lange etwas von ihnen haben will. Im geschlossenen Zustand kaufen oder schneiden. Blätter werden entfernt, weil diese zu viel Wasser und Kraft benötigen und die Blüte sonst im Hintergrund steht. Die Stiele werden 1-2 cm  mit geraden Schnitt eingekürzt. Das Wasser sollte man alle 1-2 Tage auffrischen und dabei auch gleich wieder einschneiden.




Rhipsalis cassutha

Meine neuste Errungenschaft ist Rhipsalis cassutha - Rutenkaktus.

Der Rutenkaktus hat keine Stacheln kann aber im Frühling bei guter Pflege zur Blüte kommen.

 Im Sommer kann man ihn ins Freie stellen wobei der Standort halbschattig sein sollte und wind- sowie regengeschützt.  Man kann ihn in Kakteensubstrat setzen welches jedoch kein Torf enthalten sollte, weil dies zu viel Wasser speichert was der Kaktus gar nicht gern mag. Er steht lieber trocken als nass sonst kommt es zur Wurzelfäule. 10 bis 15 min nach dem gießen kontrollieren ob sich überschüssiges Wasser im Übertopf befindet, wenn ja sofort entfernen. Im Sommer 1 mal pro Woche gießen im Winter weniger 3 mal im Monat. Je kälter er im Winter steht, desto geringer kann gegossen werden. Jedoch sollte die Temperatur nicht unter 10 ° C fallen. Am besten gegen Ende des Sommers reinholen, wenn man ihn draußen stehen hatte. In der Wohnung sollte er auch halbschattig stehen.

Man kann ihn einmal pro Monat mit Kakteendünger düngen. So bleiben die Triebe, die ziemich lang werden können, schön grün und fest. Wenn die Triebe zu lang werden, kann man sie zurückschneiden. 


Rhipsalis cassutha kann man entweder durch Stecklinge, durch Teilung im Wurzelbereich oder durch die Samen, die in den Früchten der Blüten vorhanden sind, vermehren.



Ich hoffe sehr, dass sich mein Rhipsalis cassutha gut entwickelt und im nächsten Frühling schöne weiße Blüten entwickelt.

Samstag, 7. April 2012

1. Lehrjahr GaLaBau zur "Vorarbeiterin" rekrutriert und Rosenschneiden

So heute erfahrt ihr mal etwas aus dem Leben einer Azubine im 1. Lehrjahr.


Montag morgen. Einige wissen auf welche Baustelle sie geschickt werden, andere nicht. Denn ihre Baustelle ist fertig. Also heißt es hoffen, dass der nächste Auftrag was aufregendes wird. Ein neuer Praktikant schaut mit großen Augen in die Runde und spekuliert auch schon darauf mit wem es wohin geht. Auf zur Aufteilung nach und nach verschwinden die Kollegen auf ihre Baustelle. Nur ich bleibe übrig und der Praktikant. 

Mein Chef: "Na ich denke du könntest heute mal das Trockene vom Bambus wegschneiden dann krautet ihr noch und die Rosen könntest du eigentlich auch noch zurückschneiden."

Ich: "ja ok soll ich gleich loslegen oder wollen sie mir noch mal alles zeigen"

"Ne leg mal gleich los"

ok Praktikant geschnappt, ihm die zweite Rosenschere in die Hand gedrückt und auf gehts zum Bambus. Naja irgendwie scheint ja alles trocken zu sein aber schaun wir mal. Einiges konnte ich noch retten aber der größte Teil wird weggeschnitten. Vor dem Praktikanten blamieren, weil man den dämlichen Laubpuster mal wieder nicht anbekommt und ihn etwas zu lange warten lassen weil man an dem Tag nicht nur zum Vorarbeiter mutiert sondern auch gleichzeitig noch ein Radlader- Diplom macht.


Gut auf zum nächsten Abenteuer. Moment was war das noch mal ? Rosenschneiden????? Ach du schande das hab ich ja noch nie gemacht. Zwar ab und zu mal was aufgeschnappt aber wie es jetzt richtig gemacht wird wusste ich nicht. Also auf zum Chef und ihm sagen, dass man das noch nie gemacht hat.

"Kein Problem eigentlich sieht man ja die trockenen Zweige und den Neuaustrieb, ach warte ich zeig es dir mal"

 Auf zu den Rosen und auf dem Weg gleich einige neue Aufträge aufbekommen.

Nun ja Rosenschneiden ist eigentlich wirklich nicht schwer. Ich sollte jetzt nur das tote rausschneiden und die im Winter abgestorbenen Spitzen.


Um euch aber gleich mal eine komplette Übersicht zu zeigen, wie und warum Rosen geschnitten werden habe ich etwas für euch und für mich reschaschiert.




Warum werden Rosen geschnitten?

Rosen werden geschnitten damit sie gesund, kräfitg und schön bleiben. Rosen, deren Zweige  nicht geschnitten werden, würden länger, dünner und in der Basis kahler werden.


Eine scharfe Rosenschere wird benötigt, die die Triebe nicht quetscht oder reißt, sondern glatte Schnitte erzeugt. Dicke Handschuhe in denen man dennoch Gefühl in den Fingerspitzen hat sind auch von Vorteil, denn die Stacheln der Rosen können schwere eiternde Verletzungen hervorrufen.


Wie und wann wird geschnitten?

Der Hauptschnitt ist im Frühjahr durchzuführen wenn kein strenger Frost mehr zu erwarten ist (In der Regel von März bis April).

1. 
Abgestorbene Triebe und Triebe, die nach innen wachsen oder sich überkreuzen und sich so im Wachstum stören werden tief abgeschnitten auch zu dünne Triebe werden an der Ansatzstelle abgeschnitten, da diese auch nicht kräftiger werden und auch nicht viele Blüten tragen.

2. 
Alle anderen Triebe werden eingekürzt dabei wird gleichzeitig Vertrocknetes und Verblühtes abgeschnitten.
Beim Einkürzen geht man wie folgt vor: Man schneidet die Triebe auf 3 bis 5 Augen zurück. Dabei zählt man natürlich von der Ansatzstelle an. Man sucht sich also ein nach aussen hin zeigendes Auge aus und schneidet darüber ca 0,5 cm schräg ab. Nicht zu schräg! Und die schräge Seite sollte vom Auge weg führen also so, dass das Wasser nicht auf das Auge tropfen kann.



Im Sommer kann ein Ausputzschnitt vorgenommen werden

Dabei werden die verwelkten Blüten und zu dünne Triebe abgeschnitten. Dünne Triebe wieder an der Ansatzstelle und die verwelkten Blüten 0,5 cm über dem nächsten nach außen hin zeigenden 5 fiedrigen Blattes.




!!! Achtung diese Regeln gelten nicht für: Kletterrosen, Rambler, einmal blühende Rosen und Wildrosen. Für diese Rosen werde ich noch einmal einen extra Bericht schreiben !!!